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Nachhaltige Instandhaltung in der Industrie: Verbindung von Ökologie, Ökonomie und Sozialem

„Die möglichst lange Lebens- und Nutzungsdauer von Produkten ist seit langem ein Kernanliegen des produktbezogenen Umweltschutzes“, sagte Jochen Flasbarth, ehemaliger Präsident des Umweltbundesamtes und heutiger Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, schon vor 10 Jahren anlässlich der Vorstellung eines Forschungsprojekts zu den Themen Obsoleszenz und Nachhaltigkeit. Wenn Nachhaltigkeit also selbst im Kleinen einen positiven Beitrag für den Umweltschutz leisten kann, dann trifft dies umso mehr auf die große Bühne der Industrie zu.

„Probleme erkennen, bevor sie entstehen“

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit achtet auch die Wisag Industrie Service, einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands, darauf, dass die Dienstleistungen stromsparend sind und einen geringen CO₂-Ausstoß verursachen. Das senkt die Energiekosten und verbessert die Ökobilanz. Neben klassischen Instandhaltungsmaßnahmen kommen zunehmend innovative digitale Technologien zum Einsatz. „Mit innovativen Technologien können wir Probleme erkennen, bevor sie entstehen“, sagt Philipp Daniels, Geschäftsführer der Wisag Industrie Service Holding. „Seit Jahren ist klar, dass wir eine gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der nächsten Generation tragen und ein strategischer Partner sein müssen, um Industriekunden auf ihrem Weg in eine grüne Zukunft zu unterstützen. Als einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands nehmen wir diese Aufgabe ernst und richten unser Handeln danach aus“. Als wesentliches Element der Industrie 4.0 ermöglichen neue Technologien eine vorausschauende und intelligente Instandhaltung und senken so das Risiko teurer Produktionsverluste durch Ausfälle. Für die automatisierte Überwachung von Industrieanlagen nutzt die Wisag innovative Sensortechnologie. Mithilfe von Sensorik, Echtzeit-Analyse und KI werden ungeplante Ausfallzeiten vermieden und Produktionsprozesse optimiert.

Philipp Daniels, Geschäftsführer der Wisag Industrie Service Holding: „Als Industriedienstleister wissen wir, wie wichtig es ist, die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen zu sichern. Schließlich beugt eine fachgerechte Instandhaltung Aus- und Unfällen vor und stellt sicher, dass der Herzschlag jeder Produktionsstätte am Laufen gehalten wird.“ Bild: Wisag

„Nicht mehr Ressourcen verbrauchen als nachwachsen“

Master of Science Christina Bredebach, Technische Universität Dortmund, Chair of Factory Organisation, beschäftigt sich in einem Blog-Beitrag mit der Frage ‘Geht überhaupt noch mehr Nachhaltigkeit in der Instandhaltung?‘ mit den Aspekten einer nachhaltigen Instandhaltung: „Es geht grundsätzlich darum, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen als nachwachsen, um die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu erfüllen. Eine nachhaltige Instandhaltung verbindet ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte. Eine nachhaltige Instandhaltung in produzierenden Unternehmen führt dazu, Verluste in der Produktion durch Ausfälle oder ungeplante Stillstände zu vermeiden, Ressourcen zu sparen und Emissionen und Abfall zu minimieren.“ Für Bredebach ist eine nachhaltige Instandhaltung die strategische und operative Instandhaltung, die nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien durchgeführt wird, mit dem Ziel der Ermöglichung von ‚Sustainable Manufacturing‘, verbesserter Produkt- und Prozessqualität und Erfüllung von Stakeholderanforderungen. Wie sie praktisch umgesetzt werden kann, weiß Bredebach ganz genau: „Der Schlüssel liegt im Management: Dieses gibt die Ziele und Visionen top-down vor und die operativen Ebenen setzen diese um. Dabei muss Nachhaltigkeit von Anfang an verankert werden. Doch wie genau wird eine nachhaltige Strategie entwickelt? Indem das Unternehmen eine Vision oder Zielbild entwickelt, von dem aus der Strategie abgeleitet wird. Hierbei werden die übergeordneten Unternehmensziele auch in den Fachbereichen umgesetzt.“

Gute Instandhaltung hat immer Einfluss auf Nachhaltigkeit

„Fakt ist: der vorzeitige Verschleiß von Produkten, egal wie er zustande kommt, wirkt sich negativ auf unseren Ressourcenverbrauch aus“, betont Jochen Flasbarth. Auch der VDI sieht in einem Papier mit dem Titel ‚Instandhaltung – Motor der Nachhaltigkeit‘ dass neben der ordinären Aufgabe, die Dinge ‚am Laufen zu halten‘, eine gute Instandhaltung auch immer Einfluss und Auswirkung auf Dinge hat, die nicht unmittelbar sichtbar sind: wirtschaftlicher Ertrag, Nachhaltigkeit und Sicherheit. So machte der Verband anlässlich des ‚Global Maintenance Day‘ einerseits aufmerksam auf gut gemachte Instandhaltung, die Bedeutung, den Beruf und die Ausbildung zum Instandhalter, zur Instandhalterin – und den Einfluss auf unser privates und berufliches Leben. Andererseits wurde auch der Einfluss von Instandhaltung auf die Gesellschaft und die Umwelt, insbesondere auch im Kontext von Nachhaltigkeit und zirkulärer Wertschöpfung betont.

In der Industrie ist es immer notwendig, nach Optimierungen zu suchen und die Effizienz der Produktion sicherzustellen. Eine nachhaltige und strukturierte Instandhaltung kann dabei helfen. Bild: Pixabay & sueinpng

Ziele in konkrete Instandhaltungsstrategien zu überführen

„Doch“, so wirft Christina Bredebach zurecht ein, „ist eine nachhaltige Instandhaltung nicht immer einfach umzusetzen. Es erfordert eine klare Vision und eine Strategie, die auf den drei Nachhaltigkeitsdimensionen basiert. Doch wie können Unternehmen diese abstrakte Idee in praktische Maßnahmen umsetzen?“ Ein neues Modell solle Unternehmen dabei helfen, ihre Ziele in konkrete Instandhaltungsstrategien zu überführen. „Typischerweise gibt es zwei Arten von Strategien: reaktiv und präventiv. Letztere unterscheidet sich je nachdem, ob die Instandhaltung auf der Kondition der Objekte oder auf Zeit-, Produktions- und Streckenintervallen basiert.“ Die Wahl der passenden Strategie hänge von den Zielen des Unternehmens und dem jeweiligen Objekt ab.“ Mit dem neuen Modell könnten Unternehmen nun eine Entscheidungshilfe erhalten und so eine nachhaltige Instandhaltungsstrategie entwickeln, die ihren individuellen Anforderungen entspreche.

Alle Instandhaltungsmaßnahmen dienen im Sinne der Nachhaltigkeit der Verlängerung der Lebensdauer und der Erhöhung der Verfügbarkeit von Anlagen und Maschinen und damit das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu senken. Bild: Pixabay & wir_sind_klein

Reparieren statt ersetzen: 150.000 Tonnen Elektroschrott weniger

Beim Industriedienstleister Wisag setzt man auf reparieren statt ersetzen – das war schon immer nachhaltig. Mit Eichler hat die Wisag bereits seit 2014 einen Reparaturdienstleister für Automatisierungstechnik als starken Partner an ihrer Seite. Alleine im letzten Jahr führte Eichler mehr als 25.000 Reparaturen an Industrieelektronik-Baugruppen von über 250 Herstellern im Service-Center in Pürgen durch. Auf diese Weise werden pro Jahr mehr als 150.000 Tonnen Elektroschrott vermieden. Repariert werden vor allem Bauteile, für die von den Herstellern keine Wartung mehr übernommen wird. Der Anlagenbestandteil mit dem kürzesten Lebenszyklus sind häufig Elektronikbaugruppen. Durch die Instandsetzung und Reparatur verlängert Eichler diesen signifikant und leistet Eichler bereits seit 10 Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Industrie.

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