21. - 22. Februar 2024 | Messe Dortmund

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Mehr Sicherheit, weniger Gefahrstoffe
Bremer & Leguil GmbH

Mehr Sicherheit, weniger Gefahrstoffe

Es sind nur neun Buchstaben, aber die haben es in sich: „GefStoffV“ ist die Abkürzung für die Gefahrstoffverordnung und die besagt, dass jeder Arbeitgeber die Pflicht hat, Gefahrstoffe am Arbeitsplatz zu beseitigen oder wenigstens soweit wie möglich zu

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Es sind nur neun Buchstaben, aber die haben es in sich: „GefStoffV“ ist die Abkürzung für die Gefahrstoffverordnung und die besagt, dass jeder Arbeitgeber die Pflicht hat, Gefahrstoffe am Arbeitsplatz zu beseitigen oder wenigstens soweit wie möglich zu reduzieren. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, wenn ein Unternehmen die richtigen Fachleute ins Haus holt. Wie die RWE Power AG. Die bat Bremer & Leguil um Hilfe bei der Gefahrstoffsubstitution. Christian Näser, Verkaufsleiter West bei Bremer & Leguil, kam ins Haus und am Ende konnten 222 Produkte, die RWE Power bislang eingesetzt hatte, durch 77 Produkte des Duisburger Unternehmen ersetzt werden – besonders häufig kommt jetzt übrigens die Montagepaste Rivolta G.W.F. zum Einsatz, ideal beim Trennen von metallischen Reibpartnern bei thermisch hochbelasteten Verbindungen. Und ein zweiter Allrounder der Bremer & Leguil konnte bei der Substitution punkten: Rivolta T.R.S. Plus.
Zum Einstieg ins Thema zunächst Hintergrundinformation zur Klassifizierung und Bewertung von Gefahrstoffen. 1992 wurde das Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals, kurz GHS, unter Federführung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Bis dahin gab es je unterschiedliche Systeme, um Chemikalien einzustufen und zu kennzeichnen. Mit GHS sollte ein einheitliches System geschaffen werden. Seit 2008 gilt dieses System europaweit, hier ist die Grundlage die CLP-Verordnung. CLP wiederum steht für Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures. Nach dieser Systematik gibt es 28 Gefahrenklassen und verschiedene Gefahrenkategorien, die die jeweiligen Klassen je nach Schwere und Art der Gefährdung unterteilen. Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) wiederum geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen wieder, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung. Sie werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und der jeweiligen Entwicklung entsprechend angepasst. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt die TRGS bekannt.
Nach so viel Theorie zurück in die Praxis, zum eigentlichen Ablauf der Gefahrstoffsubstitution. Unsere Fachleute besuchen alle Abteilungen eines Unternehmens, die Gefahrstoffe einsetzen und ermitteln, welche Anwendung hinter dem bisher eingesetzten Produkt steht. Im einem nächsten Schritt stellen sie Alternativen zu diesem Produkt vor, selbstverständlich solche, die einen deutlich geringeren Gefährdungsgrad aufweisen. Und auch im Umstellungsprozess und danach lässt Bremer & Leguil seine Kunden nicht alleine, der Prozess wird begleitet, Betreuung und Beratung im Anschluss gehören ebenfalls mit zum Programm.
Was hat der Kunde von einer solchen Substitution? Viel, wie das Beispiel RWE zeigt. Zunächst einmal folgt das Unternehmen mit der Umstellung den Vorgaben des Gesetzgebers und beseitigt und minimiert Gefahrstoffe so weit wie möglich. Die Sicherheit von Mitarbeitern und Anlagen wird verbessert, schließlich sind deutlich weniger Gefahrstoffe im Einsatz. Im Zuge der Substitution wird gemeinsam mit dem Kunden zudem ein komplett neues Betriebsmittelkonzept entwickelt. Heißt im Klartext: Es sind deutlich weniger Schmierstoffe und Reiniger künftig für den reibungslosen Betrieb notwendig, wodurch sich auch die Zahl der Zulieferer reduziert. Nach einer Gefahrstoffsubstitution spart ein Unternehmen außerdem Aufwand und Kosten bei der künftigen Bewertung seiner Gefahrstoffe – weil jetzt weniger Stoffe eingesetzt werden. Christian Näser: „Viele unserer Geschäftspartner sind mit uns in den zurückliegenden Jahren den Weg einer Substitutionsempfehlung gegangen. Für beide Partner trat anschließend immer eine Win-Win-Situation ein.“
Das Team der Bremer & Leguil ist bereits im nächsten Einsatz. Bei der Firma Gigaset, einem Hersteller mobiler Kommunikationsgeräte, nimmt Bezirksleiter Thomas Hütter gerade die bislang eingesetzten Gefahrstoffe unter die Lupe.

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